Gründerin von GAMAA

Mein Name ist Romana.

Ich bin alleinerziehende Mutter von vier Jungs.


Meine Kinder haben besondere Bedürfnisse. Das bedeutet, dass mein Alltag nicht planbar ist. Dass ich immer aufmerksam sein muss. Dass ich immer da bin.

Eines davon ist ein Baby.

Es gibt Nächte, in denen ich kaum schlafe.
Tage, an denen ich funktioniere, obwohl ich längst keine Kraft mehr habe.
Momente, in denen ich gleichzeitig stark sein muss und mich innerlich alles andere als stark fühle.

Ich trage Verantwortung für vier Leben. Und für mein eigenes.

Es gab Zeiten, in denen ich nicht wusste, wie ich finanziell weitermachen soll.
Ich erinnere mich an Momente, in denen ich auf mein Konto geschaut habe und nicht wusste, wie ich alles schaffen soll.

Ich erinnere mich an Tage, an denen ich am Boden gesessen bin, während meine Kinder neben mir gespielt haben, und ich einfach nicht mehr konnte.

Nicht, weil ich sie nicht liebe.
Sondern weil alles gleichzeitig zu viel war.

Ich kenne dieses Gefühl, morgens aufzuwachen und sofort diesen Druck zu spüren.
Dieses Gewicht, das schon da ist, bevor der Tag überhaupt begonnen hat.

Ich kenne Depression.
Nicht als Wort. Sondern als Zustand.

Ich kenne Überforderung, die nicht nach ein paar Stunden verschwindet.
Ich kenne Verzweiflung, die man niemandem wirklich erklären kann.

Und ich kenne dieses leise Weitermachen.

Dieses trotzdem Aufstehen.
Dieses trotzdem Dasein.
Dieses trotzdem Hoffen, dass sich irgendwann etwas verändert.

Was für mich am schwersten war und ist, ist nicht nur die Situation selbst.

Es ist das Gefühl, damit allein zu sein.

Menschen sehen einen von außen.
Aber sie sehen nicht, wie es innen aussieht.

Sie sehen nicht die Gedanken in der Nacht.
Sie sehen nicht die Angst.
Sie sehen nicht die Erschöpfung.

Und sie können nicht wirklich verstehen, wie sich dieses Leben anfühlt, weil sie es selbst in der Form nicht erlebt haben.

Dieses Alleinsein passiert nicht, weil niemand da ist.

Es passiert, weil dich niemand wirklich versteht.


Und gleichzeitig bin ich nicht nur Mutter.

Ich bin auch eine Frau.

Eine Frau, die nicht nur Verantwortung trägt, sondern auch fühlt.
Die nicht nur gibt, sondern manchmal selbst Halt braucht.

Es gibt Momente, in denen ich mich selbst vermisse.

Momente, in denen ich mich frage, wann ich das letzte Mal einfach nur "Ich" sein durfte.

Nicht Mama.
Nicht stark.
Nicht verantwortlich für alles.

Einfach ich.

Und gleichzeitig ist da diese Verantwortung, die immer da ist.

Meine Kinder brauchen mich.
Und ich bin da.

Immer.

Auch dann, wenn ich selbst erschöpft bin.
Auch dann, wenn ich selbst kaum noch Kraft habe.

Ich kenne dieses innere Zerrissensein.

Zwischen der Liebe zu meinen Kindern.
Und dem Wunsch, selbst einmal kurz zur Ruhe zu kommen.

Zwischen dem Funktionieren im Außen.
Und dem, was im Inneren wirklich ist.

Und dann ist da auch die Realität von außen.

Menschen, die verurteilen, ohne zu wissen.
Menschen, die nur sehen, was sichtbar ist.
Aber nicht das, was es wirklich kostet.

Nicht die schlaflosen Nächte.
Nicht die Angst, die Zweifel.
Nicht die ständigen inneren Konflikte, das schlechte Gewissen.

Nicht die Entscheidungen, die ich jeden Tag treffen muss.

Ich mache Ausbildungen.
Ich arbeite.
Ich entwickle mich weiter.

Nicht, weil ich so viel Kraft übrig habe.
Sondern weil ich mir und meinen Kindern ein stabiles Leben aufbauen will.

Weil ich nicht stehen bleiben will.

Es gibt Tage, an denen ich lerne, während ich erschöpft bin.
Tage, an denen ich funktioniere, obwohl ich einfach nur schlafen möchte.

Und trotzdem mache ich weiter.

Schritt für Schritt.
Tag für Tag.

Nicht perfekt.

Aber weiter.

Und genau aus diesem Leben heraus entsteht GAMAA.


Als ich begonnen habe, mit Menschen zu arbeiten und mit ihnen zu sprechen, habe ich erkannt, wie viele genau so leben.

Menschen, die stark sind, weil sie es sein müssen.
Menschen, die Verantwortung tragen und trotzdem selbst Halt brauchen.
Menschen, die keinen Ort haben, an dem sie einfach sie selbst sein können.

Und ich wusste, wie sehr ein solcher Ort fehlt.

Weil ich selbst einen gebraucht hätte.

Ich habe GAMAA gegründet, weil ich nicht wollte, dass andere Menschen sich so allein fühlen müssen, wie ich mich gefühlt habe und manchmal noch fühle.


Und ich weiß, wie viel es für mich verändert hätte, wenn es so einen Ort gegeben hätte.

Einen Ort, an dem ich nicht allein gewesen wäre.
Einen Ort, an dem ich mich nicht hätte erklären müssen.
Einen Ort, an dem einfach jemand verstanden hätte.

GAMAA ist dieser Ort.

Und wenn du hier bist, dann vielleicht, weil ein Teil von dir genau das sucht.

Zusätzlich zu meiner Arbeit mit GAMAA begleite ich Menschen auch individuell außerhalb der Gemeinschaft.

Weitere Informationen findest du auf meiner Website:

Hinweis/Rechtliche Einordnung:

GAMAA ist ein begleitendes Netzwerkangebot.

Die Inhalte von GAMAA dienen der Orientierung, dem Austausch und der psychosozialen Entlastung.
Sie stellen keine medizinische, psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung dar und ersetzen diese nicht.

Die Teilnahme erfolgt freiwillig und eigenverantwortlich.
Jede Person entscheidet selbst, welche Inhalte sie annimmt und was sie teilt.

Bei akuten Krisen oder dringendem Unterstützungsbedarf wenden Sie sich bitte an entsprechende medizinische oder therapeutische Fachstellen.

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